Montag, 16. Januar 2012

KEBAP begrüßt Stellungnahme des Kartellamts zum Hamburger Fernwärmenetz

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Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte Ende 2011 Vattenfall Fernwärme wegen Intransparenz bei den Fernwärmepreisen und Ausnutzung eines Monopols in Hamburg beim Bundeskartellamt angezeigt.
Heute wurde die Antwort des Bundeskartellamts von der Verbraucherzentrale veröffentlicht.

Die Antwort der Kartellbehörde stellt eine Zäsur im Hamburger Energiemarkt dar, weil die Kartellbehörde zum einen feststellt, daß Vattenfall im Fernwärmemarkt ein Monopol besitzt. Zum anderen stellt die Behörde klar, daß Vattenfall jenes von ihm verwaltete Fernwärmenetz für andere Einspeiser für die Durchleitung öffnen muß. Dies ist genau das, was KEBAP mit unserem Energiekonzept fordert.

Für KEBAP beginnt das Jahr 2012 daher mit einem Paukenschlag, der unser Projekt ein entscheidendes Stück voranbringt!

Die technische Machbarkeit der dezentralen Einspeisung in das Vattenfall Fernwärmenetz hatte KEBAP ja bereits Mitte 2011 in einer technischen Machbarkeitsstudie nachgewiesen, die wir im Anschluß auch den zuständiger Fachbehörde BSU in Hamburg zur Verfügung gestellt haben.

Im folgenden findest Du unsere Pressemitteilung zur Entscheidung des Bundeskartellamts:

KEBAP e.V. begrüßt die Stellungnahme des Bundeskartellamts zur Anzeige der Hamburger Verbraucherzentrale.
Damit ist einer künftigen Verbraucher- und klimafreundlichen Wärmeversorgung der Hamburger endlich die Tür geöffnet. Dankenswerterweise ist die Verbraucherzentrale bei diesem für Hamburg wichtigen Thema in die Bresche gesprungen, nachdem Bürgermeister Scholz und Senatorin Blankau die künftige Wärmeversorgung Hamburgs komplett Vattenfall überlassen wollten. Die technische Machbarkeit einer dezentralen Einspeisung in das Vattenfall Fernwärmenetz hat KEBAP mit einer unabhängigen technischen Machbarkeitsstudie bereits nachgewiesen.
Jetzt steht mit der vom Kartellamt geforderten Öffnung auch der tatsächlichen Umsetzung einer dezentral organisierten Energieversorgung Hamburgs nichts mehr im Weg. Wie wichtig das Thema ist, zeigt die UN. Die Vereinten Nationen proklamieren 2012 das UN-Jahr für "Nachhaltige Energie für alle". Die Ausrufung erfolgt durch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf dem heute (16.01.12) beginnenden Weltgipfel für Zukunftsenergie ("World Future Energy Summit") in Abu Dhabi.“

KEBAP ist ein Projekt, das auf genossenschaftlicher Basis 3000-4000 Wohneinheiten in Altona mit regenerativ erzeugter Wärme versorgen möchte. Erzeugt werden soll die Wärme in einem leerstehenden Schutzbunker aus dem II. Weltkrieg in der Schomburgstraße. Direkt am Bunker entlang führt ein Hauptrohr des Fernwärmenetzes. Ursprünglich aus dem Kreis der Initiative „Moorburgtrasse-stoppen“ entstanden, hat KEBAP inzwischen viele Fürsprecher und Unterstützer im Stadtteil, beim Bezirk, der Hamburger Hochschulen und dem Recht auf Stadt Netzwerk.

Der als gemeinnützig anerkannte Verein KEBAP hat sich Ende 2011 gegründet und bietet allen Interessierten eine offene Plattform, um das Projekt mitzugestalten.

Über die Stellungnahme des Bundeskartellamts und die Auswirkungen auf den Hamburger Energiemarkt berichten auch die TAZ,die WELT, der NDR, das Abendblatt und noch viele andere.

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