Mittwoch, 5. Dezember 2012

Veranstaltung zum Thema Genossenschaften


Teilhabe und Beteiligung

Sind Genossenschaften geeignete
Organisationsformen für eine
solidarische Gesellschaft?

7. Dezember 2012 / 19 Uhr

W3 – Werkstatt für internationale
Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 – 34


Podiumsgespräch mit Diskussion am Beispiel KEBAP
KulturEnergieBunkerAltonaProjekt

Mit:
Dr. Tobias Behrens
Genossenschaft im gesellschaftlichen Kontext /
STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
www.stattbau-hamburg.de

Dr. Stefan Lübben
Genossenschaft Energie / Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG –
Solarstrom aus Bürgerhand
www.buergersolarkraftwerke-rosengarten.de

Sören Fenner
Genossenschaft Kultur / WIESE, Initiative für ein theatrales
Produktions- und Bildungszentrum
www.komm-auf-die-wiese-de

Ulrike Sitte
Genossenschaft Quartier / Gängeviertel Genossenschaft 2010 eG
www.gaengeviertel-eg.de


Moderation: Heike Breitenfeld, KEBAP e.V.
Karin Heuer umdenken HSS HH e.V.
Eintritt frei

Während sich global wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen in den letzten Jahren weiter zuspitzen, entstehen lokal vermehrt Graswurzelinitiativen. Sie engagieren sich für die Aneignung als entfremdet empfundener Lebensbereiche. Das bedeutet: Stadt selber machen, Energie selber machen, Nahrung selber machen, Kultur selber machen. Diese Bewegung ist in ihrer lokalen
Vielfältigkeit und guter regionaler Vernetzung stark und beweglich. Sie gibt sich nicht mehr zufrieden mit von oben moderierten Beteiligungsverfahren, sondern fordert ein Neudenken der politischen Gestaltungskultur: Projekte wie das Mietshäusersyndikat, das Gängeviertel, das Centro Soziale und KEBAP zeigen einen neuen Weg: BürgerInnen entwickeln ein Konzept, stellen dieses öffentlich zur Diskussion und gleichzeitig der Politik vor und beteiligen derart Öffentlichkeit und Politik an der Ausformulierung und Realisierung. KEBAP ist ein basisdemokratisch organisiertes Teilhabeprojekt, das sich nur in solch neuen vielschichtigen Kooperationsformen verwirklichen lässt. Grundlegend für solche Projekte ist die wirtschaftliche Organisationsform. Im Jahr der Genossenschaften erhält die Idee des solidarischen Wirtschaftens daher wieder regen Zuspruch. Auch KEBAP will sich genossenschaftlich und gemeinwohlorientiert organisieren. Die Energieproduktion soll langfristig den Kulturteil mittragen, um die Mieten niedrig zu halten und sozial/gemeinschaftlich genutzte Räume zu finanzieren. Exemplarisch am KEBAP wollen wir diskutieren, wie man eine Genossenschaft gründen könnte, die die Ausrichtungen Kultur und Energie vereinigt.
Kann die Förderung wünschenswerter gesellschaftlicher Entwicklungen monetäre Rendite ersetzen?
Welche Erfahrungen existieren bereits?
ReferentInnen aus unterschiedlichen Bereichen werden mit uns ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen.

Eine Veranstaltung von:
umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. www.umdenken-boell.de
in Kooperation mit KEBAP e.V. www.kulturenergiebunker.de

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