Donnerstag, 25. Juli 2013

Einladung zum Bau einer Farbstoffsolarzelle

Workshop „Bau einer Farbstoffsolarzelle“
Am Samstag, dem 3. August 16.00 Uhr bis circa 19.00 Uhr am Kebapmobil.
Anschließend gemütlicher Ausklang mit gemeinsamen Picknick
Ein Workshop im Rahmen des KEBAP e.V. "Wir machen was Sommer"

Liebe KEBAP-Freunde, Liebe Interessierte,

Unter dem Motto „Energie selber machen“ wollen wir mit euch gemeinsam eine Farbstoffsolarzelle, eine so genannte Grätzelzelle, selber bauen.
Da auch wir bisher keine Erfahrungen auf diesem Gebiet haben, werden wir mit euch am 3. August zunächst kleine Probeexemplare bauen und testen, um gemeinsam zu Profis und Experten auf diesem Gebiet zu werden. Materialien und Anleitung sind vorhanden.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist bitten wir euch um eine verbindliche Anmeldung. Wer zuerst kommt ist dabei! Meldet euch unter info@kulturenergiebunker.de
Wir freuen uns!
Martina & Henny
Aufbau der Grätzelzelle

Die Grätzelzelle
Strom aus Sonnenlicht, Wandfarbe und Fruchtsaft
Solarzellen wandeln die Energie des Sonnenlichts in elektrische Energie um. Die Herstellung ist aufwendig und energieintensiv. Eine Solarzelle hat erst nach einigen Betriebsjahren mehr Energie bereit­gestellt, als bei ihrer Herstellung aufgewendet wurde.
Vor etwa 20 Jahren hatte Prof. Grätzel aus der Schweiz eine geniale Idee: Warum sich nicht die Natur zum Vorbild nehmen und Solarzellen verbessern, indem man der Natur abguckt, wie sie die Energie des Lichtes nutzt? Das tut sie nämlich seit Jahrmillionen mit der Fotosynthese – eine grundsätzlich andere Herangehensweise als bei der herkömmlichen Solarzelle.
So wurde von Prof. Grätzel und seinem Team die sogenannte Farbstoffsolarzelle erfunden. Sie ist so eng mit dem Namen des Professors verbunden, dass sie meist schlicht „Grätzelzelle“ heißt. Die Grätzelzelle benötigt kein Silizium wie die herkömmliche Solarzelle, sie besteht einfach aus zwei Glasplat­ten, die mit einer Strom leitenden Schicht bedeckt sind, Titandioxid (ist auch in Zahncreme, Wandfar­be und Sonnenmilch enthalten), Pflanzenfarbstoff (Beerensaft, Fruchtsaft, Blütenextrakte, Chlorophyll usw.), Grafit (wie im Bleistift) und einem Elektrolyten (z. B. Kochsalzlösung oder Iodidlösung). Die Herstellung einer solchen Zelle benötigt wesentlich weniger Energie, als für die Herstellung einer her­kömmlichen Solarzelle nötig wäre. Derzeit wird daran gearbeitet, ihre Haltbarkeit zu verbessern.
Strom aus dem Fenster
Die Grätzelzelle verspricht nicht nur preiswerte, flexible Solarzellen, die auf Oberflächen wie Fassaden, Fenstern und sogar Textilien eingesetzt werden können. Die Farbstoffsolarzelle arbeitet auch bei diffusem Licht (Bewölkung). Wird die Grätzelzelle noch weiter optimiert, könnte sie eines Tages der Solarenergie endgültig zum Durchbruch verhelfen.


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